Tam

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Rupp / Müller / Fischerlehner
Tam

1  Pre  22:52
2  Pei  16:18
3  Sin  07:08
4  Tam  07:24

All music by Olaf Rupp, Matthias Müller and Rudi Fischerlehner. Recorded May 2nd, 2013, by Tito Toblerone at Zentrifuge Berlin. Mixed by Rudi Fischerlehner. Mastered by Olaf Rupp. Cover photos by Rudi Fischerlehner.

Not Applicable Records, NOT027      10,-€





Reviews:

Nach Tingtingk (gligg Records, 2012) nun TAM, und das ist ja ansatzweise schon eine kleine Reihe. Eine Versuchsreihe? Oder sind es Träume, die Olaf Rupp, Matthias Müller und Rudi Fischerlehner da fixierten? Das Traumhafte, und selbst die Vernunft träumt ja gelegentlich, rührt daher, dass sich, wie bei einem Traum, schwer sagen lässt, ob oder wie weit die Protagonisten hier aktiv und bewusst vorgehen. Oder ob sie nicht vielmehr Getriebene sind, Taumelnde, die die Wünsche am Schwanz zu packen versuchen? Und wer sind denn bei solchen sehr freien – naja, ich bin kein Hirnforscher – daher meinetwegen auch intuitiven und motorisch intelligenten Improvisationen überhaupt die Protagonisten? Sind es wirklich die drei kleinen Nemos, die, groß geworden, diese Töne spucken? Rupp, härtegetestet und veredelt von seinen frühen Jahren mit Stol über die furiosen Begegnungen mit Pliakas und Wertmüller bis zu Die Dicken Finger, als einer der fetten Namen im Gitarrenbuch? Fischerlehner mit seinem bei Pinx, Grid Mesh und Fiium Shaarrk ausgefeilten und bei Gorilla Mask knattrig forcierten Personalstil? Müller, der sich mit Superimpose oder dem Posaunenglanzterzett als Meister des Feinschliffs erwiesen hat? Oder sind die drei nicht vielmehr die Krikelkrakel einer anderen Macht, wie es der Mann mit dem großen Schnurrbart mal für seine eigenen Denk- und Schreibakte vermutet hat? Krikelkrakelnde Medien, durch die sich hier etwas Bohrendes, Fließendes, Driftendes, Brütendes kanalisiert und manifestiert? Etwas Ambientes, Hintergründiges, das sich – ganz in McLuhans Sinn – kühl und lockend zu entfalten scheint, wie man so sagt, wenn die herausgeforderten Sinne immer mehr Einzel- und Besonderheiten eines Klang-Zeit-Raums mitbekommen. Der hier in seinem Reichtum, seinem von Fischerlehner mit sinnverwirrenden perkussiven Finessen ausgestatteten und von Müller sehr naturnah, nämlich mit luftigen Schmauchspuren beatmetem Detailreichtum einfach da ist, transparent und drahtig zwar, aber ganz präsent. Der einmal so zart gehaucht, gegurrt, geblinkt zu sich kommt wie ein junger Tag, der sich aus der Morgendämmerung schält. Zugleich wie mit Bedacht gemacht und doch auch wie ungemacht, als ein vegetativer Ablauf feinen Zusammenwirkens. Diese Ununterscheidbarkeit ist ungemein spannend. Denn freilich ist da eine enorme Akribie am Werk, die an die Feinarbeit von Technikern erinnert, die etwas mikroskopisch Kleines anpeilen, an Finger, die mit der Nadelspitze in Eizellen zielen. Und während man noch mit der Zungenspitze mithilft, geben sich die drei schon wieder mit großzügigen Gesten verschwenderisch. Doch wie schon bei Tingtingk gelangt man auch hier wieder auf eine Lichtung, wo Luft und Zeit still stehen. Bis wieder die tastende, stöbernde, spielerische Wissenschaft zum Prospektorenhämmerchen greift und tickelnd, klopfend, schürfend im Gestein nach Erzadern lauscht, wie der schon genannte Philosoph, der neue Qualitäten gern auf Taubenfüßen und als Seifenblase hätte kommen sehen. Rupp hat seinen markant rasenden Stil inzwischen erweitert, entschleunigt und, nein, nicht entspannt, nur anders fokusiert auf eine flockiger, lässiger erscheinende Effektivität. Zwanglos und dennoch entschieden verbindet er Fischerlehners zeitspaltenden und raumfaltenden Eifer mit Müllers Untergründigkeit. Und gibt einem so die Chance, als lachender Dritter, als träumerischer Traumdeuter, als lauschender Wertschätzer selbst zum Protagonisten dieser verflixten Wissenschaft zu werden.
(Rigobert Dittmann, Bad Alchemy)

Spontane Improvisationskultur der sinnfälligen Art. Hier prallen nicht nur uneingeschränkte Klangqualitäten aufeinander, türmen sich auf, fallen auseinander, sondern es wird auch mit intuitiv aufkeimenden Struktursequenzen modelliert, was für die Musik ein Zugewinn an Suspense und Farbigkeit ist. Urheber dieser belebenden Musik ist dieses Berliner Trio inklusive eines Zugereisten – dem Österreicher Fischerlehner. Der kollektive Gedanke gilt ihnen als grundlegender Ansatz. Den verlautbaren sie mit enormer Sensibilität. Das Klangwerk gerinnt zu einem kompakten Ereignisfluss. Von dynamischen Wechselwirkungen gekennzeichnet. Beispielsweise durch den Aufbau von elegischen Crescendo-Decrescendo-Verläufen oder fein gewobenen Klangballungen, die in Ausdünnungen übergehen. Saturierte Idiome bleiben außen vor. Demzufolge blitzt auch versteckt Humoreskes in den zerdehnten, zerstückelten Rhythmusmustern auf, die einen Klangschwall anregen, der am Siedepunkt herumwirbelt. Aber alles bleibt luftig und biegsam, und die Musik wird zu einem suggestiven Schwebezustand zurückgenommen. Eine Tonschütttung von polydimensionaler Qualität. Um dieses Trio könnte man ruhig mehr Tam-Tam machen.
(Hannes Schweiger, Freistil, #51, 2013)

Wer mit dem bisherigen Schaffen dieses Trios Rupp/Müller/Fischerlehner vertraut ist, der kann sich in etwa vorstellen, welche Richtung es auch auf seinem neuen Album “Tam” (Not Applicable Recordings)einschlägt. Was Olaf Rupp, Matthias Müller und Rudi Fischerlehner zelebrieren, ist das von allen musikalischen Konventionen losgelöste, freie Spiel, die hohe Kunst der Improvisation abseits aller Tradition. Ein definitiv etwas anderer musikalischer Entwurf.
Die Musik dieses eigenwilligen deutsch-österreichischen Trios ist eine, durch die man sich durcharbeiten muss, um sie wirklich in ihrer Gesamtheit fassen zu können, vom ersten bis zum letzten Ton. Denn das, was Olaf Rupp (Gitarre), Matthias Müller (Posaune) und Rudi Fischerlehner (Schlagzeug) praktizieren, ist das Spiel mit dem Unvorhersehbaren. Irgendeine Vermutung, wohin das Dreiergespann die Hörerschaft letztlich zu führen gedenkt, stellt sich in keinem Moment ein, die Pfade können einfach überall hinführen, was aber genau den Reiz ihrer ungewöhnlichen Stücke ausmacht. Man wird immer wieder überrascht, jeder Andeutung einer bestimmten Richtungswahl folgt auch sofort schon die Abkehr von dieser. So seltsam die Titel ihrer Nummern (PRE, PEI, SIN, TAM) anmuten, so unkonventionell gehen die drei Instrumentalisten auch musikalisch zu Werke. Vielmehr als man es auf ihrer neuen CD mit auch nur ansatzweise irgendwie klar durchstrukturierten und in sich geschlossenen Nummern zu tun hat, sind es sich stetig steigernde und von weiten Spannungsbögen getragene Klangcollagen, die man dargeboten bekommt.
Olaf Rupp, Matthias Müller und Rudi Fischerlehner zeigen sich als Experten im Sprengen von traditionellen Grenzen, sie öffnen sich die Tore zu musikalischen Dimensionen, in denen sich die Frage nach irgendeiner stilistischen Ausrichtung schlicht und einfach nicht stellt. Es scheint für die drei Musiker mehr der Weg das Ziel zu sein, der Entstehungsprozess an sich, der seinen Ausdruck in vielen spontanen Interaktionen findet. Es herrscht ein ständiges dynamisches Agieren und Reagieren vor, ein Zuwerfen und kunstvolle Weiterverarbeiten von Ideen, wodurch im Ergebnis dem geordneten Chaos auch Leben eingehaucht. Was sich jetzt vielleicht als ein eher hektisches und ausuferndes Treiben liest, entpuppt sich als das genaue Gegenteil. Das Dreiergespann geht behutsam und fast schon zurückhaltend an die Sache heran, es schafft durch zum Großteil den reduzierten Einsatz seiner Mittel musikalische Räume, in welchen jedes einzelne Geräusch, jeder Ton und Klang voll zur Entfaltung kommen.
“Tam” ist, obwohl es musikalisch fast schon avantgardistischen Prinzipien folgt, ein sehr stimmungsvolles Album, eines, dem man zugegebenermaßen Zeit geben muss. Tut man dies aber, eröffnet sich ein wirklich spannendes, weil nicht alltägliches Hörerlebnis.
(mt, musicaustria.at, 17.09.2013)

TAM is also this free improvising trio’s second album. It was recorded in May 2013, in a single session. This trio keeps on growing in wisdom and understanding of one another. The four pieces are rich, shape-shifting, noise-based. Electric guitar, trombone, drum kit – unusual line-up, unusual techniques, producing visceral music that rumbles and grunts.
(Francois Couture, Monsieur Délire, November 04, 2013)

Die in dieser Stunde vorgestellten Alben gefallen mir, weil sie, jedes auf seine Weise, kompromisslos sind, originell, kapriziös und auch fordernd. […] Der Berliner Gitarrist Olaf Rupp kann auch durchaus sehr, sehr laut, u.a. als Mitglied der Band „Die Dicken Fingen“, im Trio mit dem Posaunisten Matthias Müller und dem Schlagzeuger Rudi Fischerlehner spielt Power in diesem Sinne aber keine Rolle. Dynamisch bewegen sich die drei eher im niedrigen Pegelbereich. Fast somnambul wirken die vier Tracks ihres frei improvisierten Albums „Tam“. Klangspiele, Klanglandschaften, Klangreisen miteinander, aufeinander zu, voneinander weg. Die Verwegenheit dieses Trios liegt in der Konsequenz, mit der es sich allem Vordergründigen verweigert.
(Julia Neupert, “My Favorite Discs 2013”, SWR Südwestrundfunk)

Das Trio Rupp – Müller – Fischerlehner aus Berlin mit E-Gitarre, Posaune und Schlagzeug, überzeugte mit einem höchst sensiblen Zusammenspiel. Ihre Stücke scheinen sie sehr intuitiv zu entwickeln und sie geben ihnen dafür Raum und Zeit – und sie nutzen die dynamischen Möglichkeiten dieser Besetzung: von kleinen, flüsterleisen Sequenzen bis zur vollen Dynamik – spannend und eine Empfehlung für ihre gerade erscheinende neue CD „TAM“.
(Frank Schindelbeck über das Jazzfestival Saalfelden, Jazzpages.com)

Die Namen ihrer Stücke haben für mitteleuropäische Ohren einigermaßen seltsam klingende Namen: Bikbus etwa, oder Tingtingk. Es handele sich dabei um Pidgin English aus Papua Neuguinea, gibt Olaf Rupp auf die Frage nach dem Ursprung dieser Wörter zur Antwort, und tatsächlich: Bikbus heißt großer Urwald, “big bush” eben. “Die Idee dazu kam uns, weil ich beim Mischen von “Tingtigk” das Bild von einem dichten Urwald vor mir hatte”, erklärt der Gitarrist weiter.
Der Schlagzeuger Rudi Fischerlehner fügt hinzu: “Die Titel zu unserer neuen CD fanden wir auf einem Holzfußboden in Prag. Die Wörter, die wir dort aufgedruckt fanden – PRE, PEI, SIN, TAM – gibt es auch im Pidgin English, und sie haben schöne Bedeutungen.”
Die Art wie sie die Titel ihrer Musiknummern finden, scheint ebenso assoziativ und ungeplant zu sein, wie die Art zu musizieren. Die Räume entstehen zwischen den Klängen, im Gefüge aus Hören und Gehörtwerden, Agieren und Reagieren.
Rudi Fischerlehner beschreibt: “Man hört, was von den einzelnen Musikern kommt, hört, welche Muster sich ergeben, setzt etwas dagegen, greift etwas auf oder fügt sich ein, und entwickelt natürlich als Band ein Gespür für gemeinsame Klänge und Spannungsbögen.”
Die Musik des Trios klingt tatsächlich nach etwas Entstehendem, Organischem, nach einem Urwald, dessen Wachstum einer inneren Logik folgt. Uns so führen nicht kopflastige Überlegungen zu dem, was “als nächstes” passiert. Denn, so der Schlagzeuger: “Es ist nicht wirklich eine Entscheidung für das Nächste, es ist eher eine Entwicklung. Eine Farbe bekommt Übergewicht und plötzlich schwappt alles vermeintlich in eine neue Richtung, oder eine Sequenz endet einfach und es ist abrupt etwas Neues da, ich kann nicht sicher sagen, ob das Intuition Zufall, Gruppendynamik oder Schnupperquanten sind, oder alles zusammen.”
(Doris Schumacher im Programmheft „Jazzmag“, 34th International Jazzfestival Saalfelden 2013)

One of the more interesting European trombonists to appear recently has been Berlin-based Matthias Müller, who has been releasing a series of ever more sophisticated CDs since the turn of the century. Firmly affiliated with the so-called avant-garde, but not so much part of it that he ignores the basic brass capacities of his instrument, two recent sessions firmly demonstrate his capabilities. […]
Recorded more than two years later Tam is a different matter, but it shares one shortcoming with the other session. As the CD advances and the tracks get shorter, there appears to be more focus in the improvisations. With the first two tracks clocking in at almost 23 and over 16 minutes respectively, technical novelty and experimentation trump the narrative(s), lessening concentration. It isn’t that there aren’t bracing musical tropes here, just too many of them that don’t add up to a cohesive whole. For instance on “Pre”, Rupp works his way from distanced Derek Bailey-like slurred fingering to slashing, Rock-like metallic quivers; Müller showcases tremolo slurs and almost never-ending guttural flutters; while Fischerlehmer outputs a thumping beat that sounds more shoe-gazing than jazz-stimulating. It’s only when Rupp’s hand tapping joins Müller’s dissonant plunger tones to create an ersatz Film Noir sound track that the isolated techniques pull together into an atmospheric theme. With individual dramatic sequences reaching a crescendo of emphasized tones, Rupp’s foreground slashes achieve heroic cohesion with drum taps and pedal-point brass providing the continuum.
While a tension-ridden build-up to an exhilarating release is exciting at times, the abbreviated improvisations on the final two selections allow the trio’s playing to dazzle more directly. Probably the most Jazz-like of the tracks “Sin” scores because of the sonic hook up happens quickly and is invested with more invention as the trio continues. When the drummer pumps out a bonding pattern, Rupp’s rushing chord sequences explores different parts of the fret board while coordinating with the trombonist’s staccato lines. For his part Müller’s Jungle Band-like guffaws lead up to a heart-stopping, staccato showcase which insinuates itself within the others’ ferocious narratives for a spectacular finale.
All in all, these CDs are two more high quality examples of Müller’s – and other musicians – near-classic playing. If both sessions are laudable without quite reaching the first rank, there’s no doubt that he – and the others – will have plenty of opportunities to best these discs in the future.
(Ken Waxman, Jazzword, January 18, 2014)

Kompozytor, producent muzyczny i przede wszystkim obdarzony niezwykłą wyobraźnią muzyczną austriacki perkusista Rudi Fischerlehner już jako nastolatek w latach 90-tych angażował się w rozmaite projekty muzyczne, oscylujące między improwizowaną muzyką eksperymentalną a rockiem.
W ubiegłym dziesięcioleciu dał się poznać jako leader i wyłączny twórca repertuaru kwartetu Pinx, tworzonego wraz z trębaczem Nikolausem Neuserem, saksofonistą Sebastianem Borkowskim i basistą Fabianem Kalbitzerem. Nagrane w tym składzie płyty: “Pinx“ (2005) oraz “milieu“ (2007) okazały się niezwykle dojrzałą wizytówką Rudiego Fischerlehnera, doskonale odnajdującego się w nasyconych improwizacjami utworach kreowanych wraz z trojgiem muzycznych przyjaciół. Podczas kolejnych lat swej muzycznej drogi, Rudi miał okazję współpracować m.in. z saksofonistką Ingrid Laubrock (znaną polskim miłośnikom jazzu choćby z Festiwalu Made In Chicago czy z doskonałej płyty “Catatumbo“, 2011) oraz nagrać płytę wraz z cenionym gitarzystą Andreasem Willersem i saksofonistą Frankiem Paulem Schubertem pod szyldem Grid Mesh (“coordinates“, 2010).
Najnowszym projektem w jaki zaangażował się nasz bohater jest trio jakie tworzy wraz z gitarzystą Olafem Ruppem i puzonistą Matthiasem Mullerem, a 23 września w efekcie tej współpracy światło dzienne ujrzała płyta o intrygującym tytule: “TAM“.
Album wypełniają cztery rozimprowizowane tematy, kreowane kolektywnie w czasie rzeczywistym przez każdego z trzech instrumentalistów. Otrzymany efekt niemal poraża naturalnością i wyczuwalną swobodą tworzenia zawiłych struktur melodycznych, które każdorazowo znajdują w poszczególnych utworach logiczne uzasadnienia. Trio funkcjonuje w niezwykle organicznej symbiozie, a poszczególne, kreowane na żywo fragmenty muzyczne robią wrażenie zaskakujących nawet samych ich twórców.
Zestawienie z sobą mocnego i przenikliwego brzmienia puzonu z brzmieniem elektrycznej (niejednokrotnie przesterowanej) gitary okazuje się doskonałym melodycznym uzupełnieniem pełnych fantazji perkusyjnych pasaży.
Dwa rozbudowane motywy stanowiące główny rdzeń albumu (“PRE“ i “PEI“) uzupełnione są dwiema 7-minutowymi impresjami stanowiącymi ukoronowanie całego ponad 50-minutowego seansu.
“TAM“ to wyśmienita dawka żywej, improwizowanej muzyki tworzonej przez troje doprawdy fantastycznych instrumentalistów. Polecam!
(Longplayrecenzje.blox.pl)

Berlínské trio, jež tvoří kytarista Olaf Rupp, trombonista Matthias Müller a bubeník Rudi Fischerlehner, vydalo svůj debut Tingthingk v roce 2011 a pro názvy jednotlivých skladeb použilo výrazy z takzvané „Pidgin English“, což je de facto zkomolená angličtina, kterou se hovoří převážně na ostrově Papua a Nová Guinea. Tento nápad vznikl při mixu, kdy muzikanty napadlo, že se jejich tvorba podobá jakési neproniknutelné džungli. Jejich hudební jazyk skutečně vytváří neologismy založené ovšem na daných vzorcích. Autodidakt Rupp má právě díky svému „nevzdělání“ kořeny v naprosto svobodné improvizaci nezatížené žádným školometským balastem a svou techniku označuje jako analogovou zrnitou syntézu či sonický pointilismus. Jeho spontaneita mu však otevřela dveře k takovým velikánům, jako byli či jsou Lol Coxhill, Paul Lovens, Butch Morris či dokonce John Zorn. V kapele Die Dicken Finger, která bývá označována jako průnik Napalm Death a Ruins, si zase osvojil offroad-coreové postupy a další rozměr mu dodalo i působení v triu Weird Weapon po boku basisty Joe Williamsona a Tonyho Bucka. Müller získal své ostruhy mimo jiné v German-French Jazzensemble pod taktovkou Alberta Mangelsdorffa a cit pro kolektivní improvizaci si tříbí například ve čtyřiadvacetihlavém Splitter Orchester (například po boku Claytona Thomase, Liz Albee, Kaie Fagashinského či Axela Dörnera) a v neposlední řadě se letos zapojil do berlínského bigbandu Satoko Fujii. Fisherlehner dokáže být až (nesentimentálně) romantický (například v duu s pianistkou a zpěvačkou Toniou Reeh), futuristický (v perkusivně-elektronické formaci Fiium Shaarrk) či se do toho pořádně opřít jako v Peter van Huffel´s Gorilla Mask, což je soubor, jehož styl bývá označován jako noiserockfreejazz.
Jejich nový opus TAM byl inspirován dřevěnou podlahou, kterou náhodně objevili – světe div se – v Praze (viz obal). Už sám název, k němuž by vlastně měla patřit i ona šipka, evokuje směřování stále dál a dál. Není to ovšem jeden směr, ale hned za rohem bychom jistě našli další a další odbočky. Není to sice  prvoplánově zrovna muzika od podlahy ale řáckou dávku podprahové i nadprahové zemitosti to bezesporu nepostrádá. Rozervaný ambient kopírující povrch plný drobných úlomků a nesourodých a přesto latentně organizovaných částic prachu. Pozvolné krůčky střídá běh i klopýtání, pozastavení se a otáčení se v kružnicích i těkajících přímkách a vlnočarách. Skrumáže geniálních nápadů, které se proplétají, prolínají, přitahují i pozitivně odpuzují. Každý nástroj je využit až do mrtě a neobjevují se žádné šablony. Rupp dokáže být vskutku pointilistický, rozbrkaný, drásavý, exaltovaný i rozmáchlý, Müller střídá vzdušné poryvy s probubláváním a esoterickým zalkáváním se a Fischerlehner duní, cinká, využívá okrajů bubnů a rychlé běhy a veletoče usměrňuje v určitých pasážích do filigránských úderů a plechotání. To vše velice ústrojně zapadá do sebe a nevytváří nahodilý chaos či nervní roztříštěnost. A konec ústí do temných zákoutí a ztrácí se za pomyslnou oponou. K poslechu či ke koupi je album například na bandcamp.
(Petr Slabý in hisvoice.cz, February 2014)

Of all the Müller CDs reviewed here lately “Tam” is my favourite one. The band is Müller on trombone, Olaf Rupp on guitar and Rudi Fischerlehner on drums. Again Müller delivers permanent drones on the one hand and flapping helicopter sounds on the other, he spits, murmurs and puffs soundlessly, while Fischerlehner polishes his drum set with all kinds of found objects, clearly being a drummer in the tradition of Han Bennink and Paul Lovens. The grease between the two of them is Rupp – a marvelous guitarist who plays his instrument in a very upright position and whose fingernails look like claws crawling along the strings – who provides tremolos, superfast arpeggios and flageolets reminding of the great Derek Bailey but also of Thurston Moore.
The result is highly spontaneous music, zigzagging permanently between references to post-rock, Indian meditation music, free jazz elements and new classical music. The sounds condense, intensify and dissolve again, it is an intoxicating growling, pattering and buzzing,  just to be woven and reinterpreted into a complex and hypnotic whole that is both alien and attractive at the same time.
The musical approach on this album is even more about creating atmospheres compared to the other albums, structures and sounds fall apart and find together again, sometimes they connect, sometimes they don’t (in a positive sense). If improvised music is about free conversation and open-ended and self-generating processes, this album is an example par excellence.
“Someone might add a counterpoint, pick up a theme, or join in, and of course as a band you develop a sense for collective sounds and dynamic tension. It’s not really a question of deciding what comes next, but more like a development. A color becomes predominant and then suddenly everything spills into a new direction, or a sequence abruptly ends and suddenly something new is there. I can’t say for sure whether it’s purely intuition, coincidence, group dynamics, fleeting quantum events, or all of the above”, said Rudi Fischerlehner in an interview for the Saalfelden Festival.
My favorite moments on this album are the first part of the second half of “Pre”, where the music becomes very meditative and especially the drums sound like a wind chime which is supported by Rupp’s open, yet precise chords and tremolos, while Müller sets counterpoints sounding like a Wah-Wah guitar or a snarling animal (selectively), as well as the end of “Pei”, where the three play cascades of notes that sound like hailstones coming down on wooden roofs and “Tam”, a seven-minute exploration in drones and night-time jungle spookiness.
It is an album absolutely worth listening to.
(Martin Schray, freejazzblog.org, August 28, 2014)